Fischarten im Trondheimfjord

Eine Übersicht über die Arten, die im Fjord schwimmen – Biologie, Fang, Mindestmaße und Küche.

Der Trondheimfjord ist Norwegens drittlängster Fjord und einer der artenreichsten. Über 140 Arten sind hier registriert – wo südliche und nördliche Strömungen in kalten, nährstoffreichen Tiefen aufeinandertreffen. Der Meeresboden fällt an seiner tiefsten Stelle auf über 600 Meter ab. Das schafft Raum für alles – von Plattfischen auf sandigem Grund im schwachen Licht bis zum Seeteufel, der tief unten im Dunkel wartet.

Diese Übersicht umfasst die 16 Arten, denen Sie im Fjord von Mai bis September am häufigsten begegnen – mit Informationen zu Biologie, bester Saison, Technik, Mindestmaß und Verwertung des Fangs. Die angegebenen Regelungen gelten nördlich von 62°N und innerhalb der Küstengewässer rund um Vanvikan, sofern nicht anders angegeben. Prüfen Sie stets die Seiten des Fiskeridirektorats sowie unsere Vorschriften für touristisches Angeln – Regelungen können sich ändern.

Seeteufel (Lophius piscatorius)

Auch als Anglerfisch bekannt – ein Bodenbewohner mit außergewöhnlichem Aussehen, festem weißem Fleisch und einem überraschend hohen Stellenwert in der gehobenen Küche.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Enormer, abgeflachter Kopf mit breitem Maul und scharfen, nach innen gerichteten Zähnen. Die Haut ist mit algenähnlichen Fransen bedeckt – eine wirkungsvolle Tarnung am Meeresboden.
  • Größe: Kann bis zu 2 Meter lang werden und über 60 kg wiegen.
  • Verhalten: Bodenfisch von flachen Küstenbereichen bis in Tiefen von über 1.000 Metern. Nutzt einen spezialisierten Flossenstrahl als „Angelrute“, um Beute anzulocken.

Verbreitung

  • Lebensraum: Im gesamten östlichen Nordatlantik – von der Barentssee im Norden bis zum Mittelmeer und Schwarzen Meer im Süden. Entlang der gesamten norwegischen Küste verbreitet.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Sehr geschätzt für sein festes, weißes Fleisch mit einem Geschmack, der an Hummer erinnert. In vielen Küchen gilt er als Delikatesse.
  • Historischer Hinweis: Früher oft als minderwertiger Fisch betrachtet und zurückgeworfen. Heute ist er sowohl in der Berufsfischerei als auch bei Sportanglern begehrt.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: 60 cm – nur beim Fang mit Netzen (§ 47, Nr. 2). Beim Angeln mit Jig, Pilker oder Leine gilt kein Mindestmaß. Eine nachhaltige Fangpraxis wird dennoch empfohlen.
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine. Netze sind für Touristen nicht erlaubt.
  • Bestandsschutz: Die Art wird überwacht, um eine nachhaltige Nutzung sicherzustellen. Im Jahr 2020 wurden in Norwegen über 2.000 Tonnen Seeteufel angelandet.
  • Tauchen: Kann gut getarnt am Meeresboden beobachtet werden – ein faszinierendes Erlebnis für Taucher.

So fängt man Seeteufel

  • Beste Saison: Juni bis Oktober. August gilt als Hauptsaison – wärmeres Wasser bringt die Fische in flachere Bereiche.
  • Tiefe: Von 10 bis 200 Metern. Früh in der Saison stehen die Fische tiefer. Im August kann man sie bei 20–50 Metern finden.
  • Technik: Jig oder Shad langsam am Grund führen – der Köder muss dicht am Fisch vorbeikommen. Der Seeteufel jagt nicht aktiv hinterher; er wartet und schlägt zu. Langsames Ziehen knapp über dem Grund bringt die besten Ergebnisse.
  • Grundstruktur: Auf dem Echolot nach unebenem Boden suchen. Seeteufel bevorzugen abwechslungsreiches Gelände – Sandboden mit Steinen und Kanten.

In der Küche

  • Geschmack und Textur: Festes, weißes Fleisch mit mildem, süßlichem Geschmack, der an Hummer erinnert. Behält beim Erhitzen gut seine Form – ideal zum Grillen, Braten und Pochieren.
  • Zubereitung: Hervorragend in Fischsuppe und Eintöpfen, gegrillt mit Butter und Kräutern oder in der Pfanne mit Knoblauch gebraten. Auch die Leber gilt als Delikatesse.
  • Nährwert: Magere Proteinquelle, reich an B-Vitaminen, Kalium, Phosphor und Selen. Niedriger Natriumgehalt.
Seeteufel – Lophius piscatorius

Europäische Flunder (Platichthys flesus)

Ein flacher Bodenfisch mit ausgeprägtem Tarninstinkt – zu Hause im Salzwasser, Brackwasser und sogar in Flüssen mit Süßwasser.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Ovaler, abgeflachter Körper mit beiden Augen meist auf der rechten Seite. Oberseite olivgrün bis braun mit unregelmäßigen rötlich-orangen Flecken – effektive Tarnung auf Sand und Schlamm. Unterseite weiß.
  • Größe: Meist 25–40 cm. Kann 60 cm erreichen und fast 3 kg wiegen. Wird bis zu 15 Jahre alt.
  • Verhalten: Nachtaktiver Bodenfisch. Gräbt sich teilweise in Sand oder Schlamm ein und wartet auf Beute – Krebstiere, Würmer, Muscheln und kleine Fische.

Verbreitung

  • Lebensraum: Von Nordnorwegen und dem Weißen Meer südlich bis zum Mittelmeer und Schwarzen Meer. Häufig im Trondheimsfjord und entlang der gesamten norwegischen Küste.
  • Tiefe: 1–100 Meter. Bevorzugt flaches Wasser – Sand- und Schlammböden in Fjorden, Flussmündungen und Buchten.
  • Besonderheit: Die einzige Plattfischart, die regelmäßig in Süß- und Brackwasser lebt – sie kann weit in Flüsse aufsteigen.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Festes, weißes Fleisch mit mildem und feinem Geschmack. Etwas fester als Scholle und in der norwegischen Küche oft unterschätzt.
  • Zubereitung: Hervorragend im Ganzen in Butter, Knoblauch und Thymian gebraten. Auch gedämpft oder in Fischsuppe sehr gut. Die Haut hält das Fleisch beim Braten saftig.
  • Nährwert: Sehr mager, reich an B-Vitaminen, Selen und Jod.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: 20 cm (§ 47, Nr. 23 – gilt in ganz Norwegen).
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine. Netze und andere passive Fanggeräte sind nicht erlaubt.
  • Tauchen: Sehr häufig getarnt am Grund zu beobachten – ein klassisches Fjorderlebnis für Taucher im Trondheimsfjord.

So fängt man Flunder

  • Beste Saison: Mai bis Oktober. Die Sommermonate sind Hauptsaison, wenn die Fische zum Fressen in flaches Wasser ziehen.
  • Tiefe: 2–30 Meter. Suche nach Sand- und Schlammböden nahe der Fjordkante – Flundern gehen selten tief.
  • Technik: Angelrute mit Naturköder dicht am Grund bringt die besten Ergebnisse. Würmer, Garnelen und Muscheln sind bevorzugte Köder. Langsames Ziehen über den Grund ist effektiv – den Köder zwischen den Bewegungen ruhig liegen lassen.
  • Tipp: Flundern beißen vorsichtig. Gib dem Fisch Zeit, den Köder zu nehmen, bevor du anschlägst.

In der Küche

  • Ausnehmen und Filetieren: Leicht zuzubereiten – die Haut löst sich nach dem Braten einfach. Entlang der Mittelgräte auf beiden Seiten filetieren.
  • Klassisches Gericht: Ganze Flunder in gebräunter Butter mit Zitrone und Kapern gebraten – ein zeitloser norwegischer Klassiker.
  • Nährwert: Sehr fettarm, proteinreich. Gute Quelle für Omega-3, Selen und Vitamin D.
Europäische Flunder – Platichthys flesus

Wittling (Merlangius merlangus)

Der leichtere Verwandte des Kabeljaus – schnell zu fangen, mild im Geschmack und für viele ein beliebter erster Kontakt mit dem Angeln im Fjord.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Schlanker Körper mit silbriger Haut, kleiner Kinnbartel und drei Rückenflossen – typisch für die Dorschfamilie. Ein markanter schwarzer Fleck an der Basis der Brustflosse. Große Augen.
  • Größe: Meist 20–40 cm. Kann 70 cm erreichen und über 3 kg wiegen, solche Exemplare sind jedoch selten.
  • Verhalten: Benthopelagisch – hält sich in den unteren Wasserschichten auf, aber nicht immer direkt am Grund. Aktiver Räuber, der kleine Fische, Krebstiere und Krill frisst. Bildet Schwärme und kann kannibalisch gegenüber Jungfischen der eigenen Art sein.

Verbreitung

  • Lebensraum: Von der Barentssee im Norden bis Portugal und zum Mittelmeer im Süden. Häufig entlang der gesamten norwegischen Küste und im Trondheimsfjord.
  • Tiefe: 10–200 Meter, meist 20–100 Meter. Zieht nachts flacher – tagsüber steht er tiefer.
  • Vorkommen im Fjord: Regelmäßig im Trondheimsfjord zu finden, besonders an Sand- und Schlammkanten sowie in Bereichen mit vielen Kleinfischen.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Weißes, blättriges und mildes Fleisch – feiner Geschmack ohne starken Fischgeschmack, den viele vermeiden möchten. Gilt als eine der angenehmsten Arten innerhalb der Dorschfamilie.
  • Zubereitung: Hervorragend in Fischsuppe, in der Pfanne gebraten oder im Teigmantel. Gut für Kinder und alle, die milden Fisch bevorzugen. Am besten frisch essen – das Fleisch ist weich und sollte bald nach dem Fang zubereitet werden.
  • Nährwert: Magerer Weißfisch, reich an Protein, B-Vitaminen und Selen. Niedriger Fettgehalt.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: 32 cm (§ 47, Nr. 6 – gilt in ganz Norwegen).
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine. Netze und Schleppnetze sind nicht erlaubt.
  • Bestandsschutz: Der Bestand wird überwacht. Für diese Art gibt es keine spezielle Touristenfangquote, das Mindestmaß gilt jedoch.

So fängt man Wittling

  • Beste Saison: Ganzjährig, aber Herbst und Winter sind oft am besten – Wittling zieht bei sinkender Wassertemperatur flacher in die Fjorde.
  • Tiefe: 20–70 Meter ist ein guter Ausgangspunkt. Ausprobieren lohnt sich – Wittling wechselt im Laufe des Tages die Tiefe.
  • Technik: Naturköder am Grund funktioniert am besten – Garnelen, Makrelenstücke und Muscheln. Wittling beißt aktiv und verlangt keine lange Wartezeit. Ein einfacher Pilkvorfach mit zwei oder drei Seitenarmen und Naturköder bringt gute Ergebnisse.
  • Tipp: Wittlinge stehen oft im Schwarm. Fängst du einen, sind meist weitere auf derselben Tiefe. Den Köder ruhig halten – sie sind beim Beißen nicht scheu.

In der Küche

  • Filetieren: Leicht zu filetieren. Das Fleisch ist weich – ein scharfes Messer verwenden und am besten am selben Tag zubereiten.
  • Klassisches Gericht: Wittling im Teigmantel mit Butter und Zitrone ist ein einfacher und befriedigender Klassiker. Auch in Fischsuppe oder gedämpft mit Gemüse sehr gut.
  • Nährwert: Proteinreich und sehr fettarm. Gute Quelle für B12, Phosphor und Selen.
Wittling – Merlangius merlangus

Atlantischer Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus)

Auch als Hellefisch bekannt – der größte Knochenfisch der Welt und der ultimative Fang für Sportangler in norwegischen Gewässern.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Langer, ovaler und kräftig abgeflachter Körper. Oberseite dunkelbraun bis olivgrün, Unterseite weiß. Beide Augen auf der rechten Seite – wie bei allen Plattfischen.
  • Größe: Kann über 3,5 Meter lang werden und sich 300 kg nähern. Weibchen werden deutlich größer als Männchen. Wird bis zu 60 Jahre alt.
  • Verhalten: Junge Heilbutte halten sich in flachem Wasser auf (unter 50 Metern). Große Individuen leben in 300–2.000 Metern Tiefe. Ein spezialisierter Räuber – jagt Bodenfische, pelagische Fische und Krebstiere. Sehr standorttreu und wandert selten über große Distanzen.
  • Geschlechtsreife: Männchen ab ca. 1,2 Metern (15–19 kg), Weibchen ab ca. 1,6 Metern (40–50 kg) – beide im Alter von 8–10 Jahren. Die späte Reife macht die Art anfällig für Überfischung.

Verbreitung

  • Lebensraum: Auf beiden Seiten des Nordatlantiks – von Spitzbergen und Grönland im Norden bis zur Biskaya im Süden. Laicht in 300–700 Metern Tiefe in Rinnen entlang der Küste und in Fjorden.
  • Im Trondheimsfjord: Heilbutt wird regelmäßig im und um den Trondheimsfjord gefangen. Der Fjord gehört zu Norwegens artenreichen Kaltwasserfjorden und bietet passende Tiefenverhältnisse für die Art.
  • Laichzeit: Dezember bis März – fällt mit der Schonzeit zusammen.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Festes, weißes Fleisch mit süßlichem und feinem Geschmack – fester und fleischiger als Kabeljau. Gilt als einer der besten Speisefische Norwegens und wird entsprechend hoch bewertet (300–500 NOK/kg für Filet).
  • Zubereitung: Perfekt in der Pfanne mit gebräunter Butter oder schonend bei niedriger Hitze im Ofen gegart. Verträgt einfache Zubereitung sehr gut – das Rohprodukt braucht wenig Unterstützung.
  • Hinweis: Das norwegische Institut für Meeresforschung empfiehlt, große Individuen über ca. 40 kg zu meiden – ältere Fische können Umweltgifte anreichern, und das Fleisch kann grob und trocken werden.
  • Nährwert: Ca. 20 g Protein pro 100 g. Reich an B-Vitaminen, Selen und Omega-3.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: 84 cm und 7,2 kg – beide Anforderungen müssen erfüllt sein (§ 47, Nr. 9). Heilbutt unter dem Mindestmaß muss immer zurückgesetzt werden, auch wenn er nicht überlebt – ohne Ausnahme.
  • Schonzeit: Das Angeln auf Heilbutt ist in ganz Norwegen vom 20. Dezember bis 31. März verboten. Die Schonzeit schützt den Fisch während der Laichzeit.
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine.
  • Bestandsschutz: Der Bestand gilt nach Jahrzehnten der Überfischung als im Wiederaufbau. Streng reguliert – mit Sorgfalt behandeln und nur entnehmen, was wirklich gebraucht wird.

So fängt man Heilbutt

  • Beste Saison: April bis November (außerhalb der Schonzeit). Die Sommermonate bieten die besten Bedingungen – jüngere Heilbutte ziehen in flacheres Wasser. August und September sind Hauptsaison für größere Individuen.
  • Tiefe: Jüngere Fische bei 20–100 Metern. Größere Individuen bei 100–500 Metern und tiefer. Das Echolot aktiv nutzen – nach großen Echos dicht am Grund suchen.
  • Technik: Großer Köder ist entscheidend – der Heilbutt hat ein großes Maul und reagiert auf Größe. Große Makrelen- oder Heringsfilets, hinter einem Ausleger nahe am Grund angeboten, sind klassisch und effektiv. Tintenfisch funktioniert ebenfalls gut. In größeren Tiefen den Köder vom verankerten Boot aus stationär halten.
  • Tipp: Heilbutt ist kein gewöhnlicher Beifang – er verlangt gezieltes Angeln. Wenn er beißt, spürt man es sofort. Der Kampf mit einem großen Heilbutt gehört zu den unvergesslichen Erlebnissen beim Fjordangeln.

In der Küche

  • Filetieren: Heilbutt liefert vier Filets – zwei von der Oberseite, zwei von der Unterseite. Dickere Filets langsam bei mittlerer bis niedriger Hitze braten, damit sie saftig bleiben.
  • Klassisches Gericht: Heilbuttsteak mit gebräunter Butter, Kapern und Zitrone. Oder im Ofen mit Fenchel und Weißwein gegart. Einfach ist am besten.
  • Nährwert: Ca. 20 g Protein pro 100 g, fettarm, reich an Selen, B12 und Omega-3.
Atlantischer Heilbutt – Hippoglossus hippoglossus

Atlantischer Lachs (Salmo salar)

Norwegens ikonischste Fischart – mit einer Lebensreise zwischen Fjord und Gebirgsfluss, die Menschen seit Jahrtausenden fasziniert.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Stromlinienförmiger Körper mit silbriger Haut und dunklen Flecken auf Rücken und oberen Körperseiten. Während der Laichzeit werden Männchen dunkler und entwickeln einen charakteristischen Laichhaken am Unterkiefer.
  • Größe: Meist 70–100 cm und 3–15 kg. Kann über 150 cm lang werden und mehr als 30 kg wiegen.
  • Verhalten: Anadrom – wird im Süßwasser geboren, wandert nach 1–3 Jahren ins Meer und kehrt nach 1–4 Jahren im Meer zum Laichen in seinen Geburtsfluss zurück. Im Meer frisst er Fische und Krebstiere und wächst schnell. Lachse sind ihrem Geburtsfluss extrem treu – sie finden zu genau dem Fluss zurück, aus dem sie stammen.

Verbreitung

  • Lebensraum: Heimisch in Flüssen, die in den Nordatlantik entwässern – von Nordamerika bis Nordeuropa. Im Meer zieht er über große Meeresgebiete, unter anderem vor Grönland und den Färöer-Inseln.
  • Im Trondheimsfjord: Lachs wird im Sommer und Herbst im Meer im und um den Trondheimsfjord gefangen.
  • Trøndelag: Die Region verfügt über mehrere hervorragende Lachsflüsse. Flussangeln erfordert einen separaten Angelschein und lokale Genehmigung.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Festes, orange-rotes Fleisch mit vollem Geschmack und hohem Fettgehalt. Wild gefangener Lachs hat eine festere Textur und einen intensiveren Geschmack als Zuchtlachs.
  • Zubereitung: In der Pfanne gebraten, im Ofen gegart, geräuchert oder gebeizt – Lachs ist vielseitig und gutmütig in der Küche. Nicht zu lange garen – eine Kerntemperatur von 50–55°C ergibt ein saftiges Ergebnis.
  • Nährwert: Sehr reich an Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, B12 und Selen. Einer der nährstoffreichsten Fische, die man fangen kann.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: Kein national festgelegtes Mindestmaß für Lachs im Meer – lokale Vorschriften und flussspezifische Regeln können jedoch eigene Anforderungen festlegen. Immer die aktuellen lokalen Regeln prüfen.
  • Schonzeit im Meer – Trøndelag: Das Angeln auf Lachs im Meer mit Angelrute und Handleine ist in Trøndelag vom 1. März bis 31. Mai verboten. Außerhalb dieses Zeitraums ist Meeresangeln erlaubt.
  • 100-Meter-Regel: Angeln ist innerhalb von 100 Metern von einer Flussmündung oder der Grenze zwischen Fluss und Meer nicht erlaubt.
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen im Meer nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine. Flussangeln erfordert einen Angelschein und ist an Rechte der Grundeigentümer gebunden – es ist nicht in unserer Bootsvermietung enthalten.

So fängt man Lachs im Meer

  • Beste Saison: Juni bis Oktober im Trondheimsfjord. Lachs ist im Sommer und Herbst auf dem Weg zu und von den Laichflüssen im Meer anzutreffen.
  • Technik: Schleppangeln von einem langsam fahrenden Boot mit Blinker, Wobbler oder Fliege ist die häufigste und effektivste Methode im Meer. Den Köder in den oberen Wasserschichten führen – Lachs jagt im Meer selten tief.
  • Köder: Helle Spinner, die Hering oder Sprotte imitieren, funktionieren gut. Rote und orange Farben sind in dunklem Wasser effektiv. Ausprobieren lohnt sich – Lachs kann wählerisch sein.
  • Tipp: Lachs im Meer ist weniger berechenbar als im Fluss. Ein Fang ist ein außergewöhnliches Erlebnis – aber man sollte nicht erwarten, das Boot zu füllen.

In der Küche

  • Wildlachs vs. Zuchtlachs: Wild gefangener Lachs hat festeres Fleisch und tieferen Geschmack. Eine einfache Zubereitung lässt das Rohprodukt für sich sprechen.
  • Klassisches Gericht: Lachs auf der Haut gebraten mit Zitronenbutter und Dill – ein norwegischer Klassiker. Oder über Nacht mit Salz, Zucker und Dill gebeizt.
  • Räuchern: Wild gefangener Lachs eignet sich hervorragend zum Kalträuchern. Eine ganze geräucherte Seite hält sich mehrere Tage im Kühlschrank.
  • Nährwert: Reich an Omega-3, Vitamin D und B12. Ca. 20 g Protein pro 100 g.
Atlantischer Lachs – Salmo salar

Leng (Molva molva)

Einer der größten Räuber aus der Dorschfamilie – lang, kräftig und eine echte Herausforderung im tiefen Wasser.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Langer, schlanker Körper – irgendwo zwischen Meeraal und Dorsch. Zwei Rückenflossen: eine kurze vordere Flosse und eine lange hintere Flosse. Kleine Kinnbartel. Bräunlicher bis grünlicher Rücken mit Fleckenzeichnung, hellerer Bauch.
  • Größe: Kann bis zu 2 Meter lang werden und bis zu 45 kg wiegen. Die typische Größe beim Sportangeln liegt bei 60–120 cm.
  • Verhalten: Ausgeprägter Bodenfisch – bevorzugt harten Untergrund, Felsriffe und Wracks in 100–400 Metern Tiefe, kommt aber bis in 1.000 Meter Tiefe vor. Aktiver Jäger mit scharfem Geruchssinn und gutem Sehvermögen. Frisst Fische, Krebstiere und Tintenfische.

Verbreitung

  • Lebensraum: Nordostatlantik von der Barentssee und Island südwärts bis zur Biskaya. Häufig entlang der gesamten norwegischen Küste – am zahlreichsten zwischen Vesterålen und Stadt, aber auch in Trøndelag gut vertreten.
  • Im Trondheimsfjord: Leng ist als dauerhaft vorkommende Art im Trondheimsfjord registriert. Die tiefen Bereiche des Fjords und harte Bodenstrukturen bieten gute Lebensräume.
  • Laichen: Versammelt sich im Winter und Frühling auf Laichplätzen – dadurch ist die Art in dieser Zeit für Sportangler leichter zu finden.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Festes, weißes Fleisch mit mildem Geschmack – ähnlich wie Dorsch, aber fester in der Struktur. Als Speisefisch sehr geschätzt und in einigen Regionen traditionell für Stockfisch verwendet.
  • Zubereitung: Hervorragend gebraten, gedämpft oder im Ofen gegart. Verträgt kräftige Aromen gut – Knoblauch, Butter und Kräuter. Auch sehr gut für Fischsuppe und Eintöpfe geeignet.
  • Nährwert: Magerer Weißfisch, reich an Protein, B-Vitaminen und Selen.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: In Norwegen gibt es kein Mindestmaß für Leng. Nachhaltige Praxis wird empfohlen – setze zurück, was du nicht brauchst.
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine.
  • Bestandsschutz: Langsam wachsende Art mit später Geschlechtsreife – anfällig für anhaltenden Fischereidruck. Die Bestände werden überwacht.

So fängt man Leng

  • Beste Saison: Ganzjährig. Winter und Frühling bringen die größten Individuen – die Fische sammeln sich auf Laichplätzen und sind leichter zu finden. Der Sommer ist praktisch für Tiefseeangeln vom Boot bei ruhigen Bedingungen.
  • Tiefe: 100–400 Meter ist der Kernbereich. Das Echolot aktiv nutzen – nach hartem Boden, Felsriffen und Wracks suchen. Leng hält sich eng an Strukturen.
  • Technik: Natürlicher Köderfisch ist mit Abstand am effektivsten. Makrele in Stücken – oder eine ganze Hälfte – und Hering funktionieren am besten. Zum Grund ablassen, kurz ruhen lassen, dann 4–5 Meter anheben und wieder absinken lassen. Die Bewegung erzeugt Geräusche und verteilt Duft – Leng reagiert auf beides.
  • Tipp: Ein Löffel-Attraktor, farbige Perlen oder ein kleiner Flasher über dem Haken erhöhen die Sichtbarkeit im dunklen Tiefenwasser. Leng beißt entschlossen – du merkst es, wenn er nimmt.

In der Küche

  • Ausnehmen und Filetieren: Leicht zu filetieren. Das Fleisch ist fest und hält sich gut – es kann einige Tage im Kühlschrank gelagert werden, ohne schnell an Qualität zu verlieren.
  • Klassisches Gericht: Lengfilet in Butter mit Kapern und Zitrone gebraten. Oder gedämpft mit Fenchel und Weißwein. Verträgt kräftige Aromen besser als Dorsch.
  • Nährwert: Proteinreich, fettarm, reich an B12, Selen und Phosphor.
Leng – Molva molva

Pollack (Pollachius pollachius)

Der Sprinter der Dorschfamilie – schnell, kampfstark und im Sommer einer der aktivsten Räuber in norwegischen Küstengewässern.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Gestreckter Körper ohne Kinnbartel, mit ausgeprägtem Unterbiss und großen Augen. Dunkler Rücken, silbergraue Seiten und heller Bauch. Die gebogene, dunkle Seitenlinie über der Brustflosse ist das sichere Erkennungsmerkmal, das Pollack vom Köhler unterscheidet – dieser hat eine gerade Seitenlinie.
  • Größe: Meist 40–75 cm. Kann 130 cm erreichen und 12–18 kg wiegen. Schnellwachsend und relativ kurzlebig – maximal etwa 15 Jahre.
  • Verhalten: Pelagisch bis semidemersal – lebt sowohl frei in der Wassersäule als auch in Bodennähe, bis 200 Meter Tiefe. Aktiver Räuber, der Hering, Sandaale und Krebstiere frisst. Bevorzugt wärmeres Wasser und ist in norwegischen Gewässern im Sommer am zahlreichsten.

Verbreitung

  • Lebensraum: Nordostatlantik von Marokko und dem Mittelmeer bis Finnmark und Island. Am zahlreichsten rund um die Britischen Inseln, aber entlang der gesamten norwegischen Küste bis Lofoten verbreitet.
  • Im Trondheimsfjord: Pollack ist als dauerhaft vorkommende Art im Trondheimsfjord und entlang der Küste Trøndelags registriert. Im Sommer nahe Schären, Unterwasserstrukturen und in den oberen Wasserschichten zu finden.
  • Saisonale Wanderung: Im Sommer zieht Pollack flach in Richtung Küste. Im Winter geht er tiefer und wird bei 100–200 Metern pelagisch.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Festes, weißes Fleisch mit mildem und feinem Geschmack. Ähnlich wie Dorsch, aber etwas fester. Ein unterschätzter Speisefisch – von Kennern sehr geschätzt.
  • Zubereitung: Hervorragend gebraten, im Ofen gegart oder in Fischgratin und Fischfrikadellen. Verträgt kräftige Aromen gut. Am besten fangfrisch am selben Tag essen.
  • Nährwert: Magerer Weißfisch, reich an Protein, B-Vitaminen und Selen.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: In Norwegen gibt es kein Mindestmaß für Pollack. Nachhaltige Fangpraxis wird empfohlen.
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine.
  • Bestandsschutz: Auf der norwegischen Roten Liste als LC (Least Concern / nicht gefährdet) eingestuft. Der Bestand wird überwacht, gilt aber als robust.

So fängt man Pollack

  • Beste Saison: Mai bis Oktober. Pollack gedeiht in wärmerem Wasser und ist im Sommer in flachem Wasser am besten erreichbar – er kann bis dicht ans Ufer und an die Oberfläche kommen.
  • Tiefe: 10–100 Meter im Sommer. Winter und frühes Frühjahr: tiefer gehen, 100–200 Meter. Den Temperaturschichten folgen – Pollack sammelt sich dort, wo es gute Nahrung gibt.
  • Technik: Gummifische und weiche Kunstköder in Farbe sind sehr effektiv – Pollack reagiert stark auf Bewegung und Farbe. Grün, Schwarz, Rot und Braun funktionieren gut. Pilker mit Beifängern sind vom Boot aus klassisch. Vom Ufer funktionieren farbige Spinner und Jigs mit aktiver Führung gut.
  • Tipp: Pollack ist aggressiv und beißt oft schnell und entschlossen. Je schneller du den Jig führst, desto besser sind die Chancen. Er kämpft hart, gibt aber relativ schnell auf – genieße den Drill, solange er dauert.

In der Küche

  • Filetieren: Leicht zu filetieren. Das Fleisch ist fest und weiß – hält sich einige Tage im Kühlschrank gut.
  • Klassisches Gericht: Pollackfilet in Butter mit Zitrone und Petersilie gebraten – einfach und aromatisch. Auch gut in Fischsuppe, Fischgratin oder im Teigmantel.
  • Nährwert: Proteinreich, fettarm. Gute Quelle für B12, Selen und Phosphor.
Pollack – Pollachius pollachius

Europäischer Seehecht (Merluccius merluccius)

Auch als Seehecht bekannt – der Nachtjäger mit rasiermesserscharfen Zähnen, beeindruckendem Kampfgeist und einem der feinsten Geschmäcker in norwegischen Gewässern.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Schlanker, stromlinienförmiger Körper mit silbergrauen Seiten und dunklerem Rücken. Großer Kopf mit kräftigem Kiefer und Hunderten nadelscharfer, nach innen gebogener Zähne. Große Schuppen. Weitere norwegische Namen: svartkjeft, kolkjeft.
  • Größe: Meist 50–100 cm. Kann 140 cm erreichen und über 15 kg wiegen. Wird bis zu 12 Jahre alt.
  • Verhalten: Ausgeprägter nachtaktiver Räuber. Verbringt den Tag in Bodennähe bei 100–300 Metern Tiefe – steigt nachts höher in die Wassersäule, um zu jagen. Frisst Fische, Garnelen und Krill. Greift immer von unten an.

Verbreitung

  • Lebensraum: Ostatlantik von Nordnorwegen und Island südwärts bis Mauretanien und ins Mittelmeer. In Norwegen am häufigsten entlang der Süd- und Westküste, aber bis Lofoten und im Trondheimsfjord registriert.
  • Im Trondheimsfjord: Seehecht ist als dauerhaft vorkommende Art im Trondheimsfjord registriert. Die tiefen Bereiche des Fjords und reiche Beutevorkommen bieten gute Bedingungen.
  • Laichen: In norwegischen Fjorden entlang der Süd- und Westküste sowie in der Nordsee, bei ca. 200 Metern Tiefe.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Festes, weißes Fleisch mit feinem und mildem Geschmack. Gilt vielen als einer der besten Speisefische in norwegischen Gewässern – auf einem Qualitätsniveau mit Heilbutt.
  • Zubereitung: Hervorragend gebraten, gegrillt oder gedämpft. Verträgt kräftige Aromen gut – Weißwein, Zitronensauce und Kräuter ergänzen den Geschmack. Häufig in Fischsuppe und spanischen Tapas-Gerichten verwendet.
  • Nährwert: Magerer Weißfisch, reich an Protein, B-Vitaminen, Selen und Phosphor.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: 30 cm (§ 47, Nr. 12 – gilt in ganz Norwegen).
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine.
  • Bestandsschutz: Der Bestand wird überwacht. Nördliche Seehechtbestände könnten bis 2050 vom Klimawandel profitieren. Nachhaltige Fangpraxis wird empfohlen.

So fängt man Seehecht

  • Beste Saison: Frühling bis Herbst. Nachtangeln bringt eindeutig die besten Ergebnisse – Seehecht ist vor allem nachtaktiv und jagt nach Einbruch der Dunkelheit in den oberen Wasserschichten.
  • Tiefe: Tagsüber 100–300 Meter. Nachts zieht er flacher – 30–80 Meter sind nach Einbruch der Dunkelheit oft effektiv.
  • Technik: Große Naturköder vom verankerten Boot sind am effektivsten. Hering und Makrele in großen Stücken funktionieren am besten. Seehecht greift immer von unten an und nimmt den Köder langsam – die Rute nicht sofort anheben. Warte, bis der Fisch in Richtung Tiefe beschleunigt und du festen Widerstand spürst, dann anschlagen.
  • Warnung: Die Zähne sind extrem scharf und können schneiden, ohne dass man es sofort bemerkt. Zum Lösen des Hakens eine lange, stabile Zange verwenden. Finger nicht in die Nähe des Mauls bringen.

In der Küche

  • Ausnehmen und Filetieren: Beim Ausnehmen vorsichtig sein – die Zähne sind auch bei einem toten Fisch scharf. Das Fleisch ist fest und weiß und löst sich sauber von den Gräten.
  • Klassisches Gericht: Seehechtfilet mit Weißwein und Petersilie in der Pfanne gebraten. Oder im Ofen mit Tomate, Knoblauch und Olivenöl gegart – die Art spielt in der südnorwegischen und spanischen Küche eine wichtige Rolle.
  • Nährwert: Proteinreich und sehr fettarm. Gute Quelle für B12, Selen und Phosphor.
Europäischer Seehecht – Merluccius merluccius

Makrele (Scomber scombrus)

Der Sommerfisch schlechthin – schnell, aggressiv und leicht zu fangen. Für viele der erste Fisch, und immer eine Ausfahrt wert.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Spindelförmiger Körper mit metallischem Glanz und markanten dunklen, wellenförmigen Streifen entlang des Rückens. Heller, glänzender Bauch. Keine Schwimmblase – sie muss ständig in Bewegung bleiben, um sich in der Wassersäule zu halten.
  • Größe: Meist 30–50 cm. Kann 66 cm erreichen und über 3 kg wiegen. Geschlechtsreif mit etwa 4 Jahren oder 30 cm.
  • Verhalten: Pelagischer Schwarmfisch. Im Sommer lebt sie in den oberen Wasserschichten entlang der Küste. Im Winter zieht sie hinaus aufs offene Meer und sinkt auf 200–250 Meter ab. Bevorzugt Wassertemperaturen über 6°C. Frisst Plankton, Krill und kleine Fische.

Verbreitung

  • Lebensraum: Nordostatlantik von Nordafrika bis Island und zur Barentssee. Im Sommer entlang der gesamten norwegischen Küste häufig.
  • Im Trondheimsfjord: Große Makrelenschwärme ziehen ab Juni in den Trondheimsfjord und bleiben durch den Sommer und frühen Herbst. Die Fische folgen den Wanderungen und Fressplätzen des Herings.
  • Saison: Erreicht die norwegische Küste aus dem Süden im Mai–Juni. Beste Angelzeit Juli–September. Zieht im Herbst wieder hinaus, wenn das Wasser abkühlt.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Festes, fettreiches Fleisch mit kräftigem und unverwechselbarem Geschmack. Einer der nährstoffreichsten Fische überhaupt – reich an Omega-3, Vitamin D und B12.
  • Zubereitung: Hervorragend gegrillt, gebraten, geräuchert oder gebeizt. Frische Makrele in der Pfanne mit Salz und Zitrone ist norwegisches Sommeressen in seiner einfachsten und besten Form. Oft direkt vom Boot gegessen.
  • Tipp: Makrele sollte so schnell wie möglich nach dem Fang zubereitet werden – die Qualität lässt schnell nach. Für das beste Ergebnis sofort ausnehmen und kühlen.
  • Nährwert: Ca. 18–20 g Protein pro 100 g. Sehr reich an Omega-3, Vitamin D und B12.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: 30 cm (§ 47, Nr. 13) – Makrele, die mit Haken oder Netz gefangen wird, ist jedoch von den Mindestmaßregeln ausgenommen (§ 48). Gewöhnliches Sportangeln ist daher in der Praxis nicht durch ein Mindestmaß eingeschränkt.
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine.
  • Bestandsschutz: Der Makrelenbestand ist robust und verträgt hohen Freizeitfischereidruck. Die Berufsfischerei wird über internationale Quoten geregelt. ICES überwacht die Bestände.

So fängt man Makrele

  • Beste Saison: Juli–September. Wenn der Schwarm da ist, gibt es kaum eine einfachere Art zu fangen. Achte auf Kräuselungen an der Oberfläche und tauchende Vögel – ein sicheres Zeichen, dass Makrele nahe der Oberfläche jagt.
  • Tiefe: Die oberen 20–30 Meter im Sommer. Wenn du den Schwarm gefunden hast, auf derselben Tiefe bleiben.
  • Technik vom Boot: Schleppangeln mit Makrelenvorfach oder Spinner hinter einem langsam fahrenden Boot ist klassisch und effektiv – es deckt viel Wasser ab und findet den Schwarm. Pilken vom stehenden Boot funktioniert ebenso gut, sobald der Schwarm gefunden ist.
  • Technik vom Ufer: Spinner mit Hakenvorfach – weit werfen und schnell mit ruckartigen Bewegungen durch die ganze Wassersäule einholen. Eine Zickzack-Bewegung vom Grund bis zur Oberfläche ist effektiv.
  • Tipp: Makrele beißt auf fast alles, was glänzt und sich bewegt. Schwarze Haken funktionieren überraschend gut. Fängst du eine, ist der Schwarm da – sofort wieder auswerfen.

In der Küche

  • Ausnehmen: Schnell und einfach. Direkt nach dem Fang ausnehmen und auf Eis legen – Makrele verliert schnell an Qualität.
  • Klassisches Gericht: Frische Makrele über Glut gegrillt mit Salz, Pfeffer und Zitrone. Oder im Ganzen in Butter und Dill gebraten. Geräucherte Makrele ist ein norwegischer Klassiker – sowohl kaltgeräuchert als auch heißgeräuchert hervorragend.
  • Nährwert: Einer der nährstoffreichsten Fische in norwegischen Gewässern. Reich an Omega-3, Vitamin D und B12. Von Gesundheitsbehörden 2–3 Mal pro Woche empfohlen.
Makrele – Scomber scombrus

Europäische Scholle (Pleuronectes platessa)

Der rot gefleckte Plattfisch – leicht zu erkennen, einfach zu fangen und einer der besten Fische auf dem Teller.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Flacher, ovaler Körper mit beiden Augen auf der rechten Seite. Oberseite braun bis grau mit markanten roten oder orangefarbenen Flecken – sichere Erkennungsmerkmale, die Scholle von anderen Plattfischen unterscheiden. Glatte Haut auf der Augenseite. Unterseite weiß.
  • Größe: Meist 30–50 cm und ca. 1 kg. Kann 95 cm erreichen und über 7 kg wiegen. Norwegischer Rekord: 5,2 kg.
  • Verhalten: Lebt auf Sandboden bis 250 Meter Tiefe. Im Sommer flach und küstennah, im Winter tiefer. Nachtaktiv – jagt Borstenwürmer, Muscheln, Sandwürmer und Krebstiere. Kann bei Flut auf Sandstrände kommen und toleriert Brackwasser.

Verbreitung

  • Lebensraum: Nordostatlantik von der Barentssee bis zum Mittelmeer. Entlang der gesamten norwegischen Küste häufig – am zahlreichsten in der Nordsee, aber auch im Trondheimsfjord und entlang der Küste Trøndelags gut vertreten.
  • Im Trondheimsfjord: Scholle kommt auf Sandboden in den Fjorden und entlang der Küste Trøndelags vor. Im Sommer zieht sie in flaches Wasser – ab Juli gut für Bootsangler erreichbar.
  • Laichen: Februar–April bei 50–200 Metern Tiefe. Die Schonzeit fällt mit der Laichzeit zusammen.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Feines, weißes Fleisch mit mildem und edlem Geschmack. Gilt als einer der besten Plattfische – fester als Flunder und aromatischer als Kliesche.
  • Zubereitung: Klassisch paniert und gebraten – Grundlage für britische Fish and Chips. Ebenso gut gedämpft, gegrillt oder im Ganzen in Butter mit Zitrone und Petersilie gebraten. Die Haut hält das Fleisch beim Braten saftig.
  • Nährwert: Magerer Weißfisch, reich an Protein, Vitamin A und D, Selen und Phosphor.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: 29 cm (§ 47, Nr. 18 – gilt in ganz Norwegen).
  • Schonzeit – Trøndelag: Scholle ist in Trøndelag vom 1. März bis 30. Juni geschützt, und das Angeln auf diese Art ist in diesem Zeitraum nicht erlaubt. Im Borgenfjorden (Inderøy – Steinkjer) gilt eine erweiterte lokale Schonzeit vom 1. Februar bis 30. Juni.
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine.
  • Bestandsschutz: Der Bestand wird von ICES und der norwegischen Fischereidirektion überwacht. Die Schonzeit wurde nach historischer Überfischung eingeführt.

So fängt man Scholle

  • Beste Saison: Juli bis Dezember in Trøndelag (nach der Schonzeit). Die Sommermonate sind am besten – der Fisch zieht flach in Küstennähe und ist vom Boot aus gut erreichbar.
  • Tiefe: 5–60 Meter. Suche nach ebenem Sandboden, idealerweise mit etwas Kies und Muschelschalen. Dichte Tangfelder und Felsen meiden – Scholle hält sich auf weichem Grund auf.
  • Technik: Grundangeln mit Naturköder ist mit Abstand am effektivsten. Borstenwürmer, Miesmuscheln und Garnelen sind bevorzugte Köder. Einen kleinen Haken (Größe 6) verwenden – Scholle hat ein kleines Maul. Den Köder ruhig liegen lassen und von Zeit zu Zeit vorsichtig anheben.
  • Tipp: Schollen beißen vorsichtig – gib ihnen Zeit, bevor du anschlägst. Findest du eine, sind meist weitere in der Nähe. Sandstrände bei Flut sind klassische Plätze.

In der Küche

  • Filetieren: Leicht zu filetieren. Vier Filets – zwei von jeder Seite. Die Haut sitzt locker und lässt sich nach kurzem Blanchieren oder vorsichtigem Schneiden leicht entfernen.
  • Klassisches Gericht: Paniertes Schollenfilet in Butter mit Zitrone und Kapern gebraten – ein zeitloses Gericht. Oder im Ganzen mit Dill und Butter gedämpft. Fish and Chips ist die britische Variante mit demselben Ausgangspunkt.
  • Nährwert: Proteinreich, fettarm. Gute Quelle für Vitamin D, Selen und B12.
Europäische Scholle – Pleuronectes platessa

Köhler (Pollachius virens)

Auch als Seelachs bekannt – eine ganzjährig vorkommende Art, ein starker Kämpfer und einer der am meisten unterschätzten Speisefische an der norwegischen Küste.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Schlanker, kräftiger Körper mit dunklem, fast schwarzem Rücken und silbernen Flanken. Gerade Seitenlinie – das sicherste Merkmal zur Unterscheidung vom Pollack, der eine gebogene Seitenlinie besitzt. Keine Kinnbartel. Spitz zulaufende Schnauze.
  • Größe: Meist 60–90 cm. Kann 130 cm erreichen und über 20 kg wiegen. Große Köhler über 10 kg sind in Trøndelag im Herbst keine Seltenheit.
  • Verhalten: Pelagischer Schwarmfisch – lebt von der Oberfläche bis in Tiefen von 300 Metern. Aktiver Räuber von Kleinfischen und Krebstieren. Wandert ausgedehnt durch die Wassersäule sowie zwischen Küsten- und Hochseegebieten. Besonders häufig in Trøndelag und Nordnorwegen.

Verbreitung

  • Lebensraum: Nordostatlantik von Spanien bis zur Barentssee. Kommt entlang der gesamten norwegischen Küste sowie rund um Island, die Färöer-Inseln und Kanada vor.
  • Im Trondheimsfjord: Köhler gehört zu den häufigsten Fischarten im Trondheimsfjord und ist als dauerhafte Bestandsart registriert. Das ganze Jahr über im Fjord und entlang der Küste präsent, mit der besten Verfügbarkeit vom Frühjahr bis zum Herbst.
  • Saisonales Muster: Im Herbst ziehen große Hochsee-Exemplare näher an die Küste. Im Winter und in kalten Perioden geht der Köhler tiefer – typischerweise in 100–200 Metern entlang von Kanten und Bodenerhebungen innerhalb der Fjorde.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Dunkleres Fleisch als Dorsch und Schellfisch, mit kräftigerem und ausgeprägterem Geschmack. Festere Struktur – behält beim Garen gut seine Form. Als Speisefisch deutlich unterschätzt.
  • Zubereitung: Hervorragend gebraten, gegrillt oder in Eintöpfen und Suppen. Geräucherter Köhler ist ein norwegischer Klassiker. Verträgt kräftigere Gewürze besser als mildere Weißfische. Stockfisch vom Köhler ist ein verbreitetes Handelsprodukt.
  • Nährwert: Magerer Weißfisch mit hohem Proteingehalt, reich an B-Vitaminen, Selen und Omega-3.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: 45 cm nördlich von 62°N (§ 47, Nr. 20a) – gilt für den Trondheimsfjord und Trøndelag. Köhler für den Eigenverbrauch ist von den Mindestmaßbestimmungen ausgenommen (§ 48).
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine.
  • Bestandsschutz: Köhler gehört zu den wichtigsten kommerziellen Fischarten Norwegens. Die Bestände werden von norwegischen und internationalen Behörden überwacht. Quotensysteme sichern eine nachhaltige Nutzung.

So fängt man Köhler

  • Beste Saison: Ganzjährig – der Herbst gilt jedoch als Hauptsaison für große Köhler. Dann ziehen die größten Fische aus der offenen See in Küstennähe. Frühjahr und Sommer bringen viele kleinere Köhler in den oberen Wasserschichten.
  • Tiefe: Variiert je nach Tageszeit und Jahreszeit – von der Oberfläche bis 200 Meter. Mit einer Zickzack-Technik die gesamte Wassersäule absuchen, um den Schwarm zu finden. Im Winter entlang von Kanten, Rinnen und Bodenerhebungen in 100–200 Metern suchen.
  • Technik: Köhler liebt Bewegung. Pilker mit Beifängern oder große Shads aktiv auf und ab führen. Gummiwürmer und Beifänger in Grün, Schwarz und Blau gehören zu den Lieblingsfarben. Vom Ufer aus funktionieren Spinner mit Hakenvorfach und schnellem, abwechslungsreichem Einholen sehr gut. Köhler bildet Schwärme – findest du einen, sind meist weitere in der Nähe.
  • Tipp: Gezeitenströme, tiefe Kanten und Stellen, an denen der Grund ansteigt, sind klassische Köhlerplätze. Die Strömung beeinflusst das Beißverhalten – Köhler ist am aktivsten, wenn die Strömung am stärksten ist.

In der Küche

  • Filetieren: Einfach zu filetieren. Das Fleisch ist fest und dunkel und löst sich leicht von den Gräten. Hält sich einige Tage gut im Kühlschrank.
  • Klassisches Gericht: Köhlereintopf mit Wurzelgemüse und Sahne – ein norwegischer Winterklassiker. Oder gegrilltes Köhlerfilet mit Senfsauce und Kartoffeln. Geräucherter Köhler auf Roggenbrot ist ein beliebter Alltagsfavorit.
  • Nährwert: Proteinreich, fettarm. Gute Quelle für B12, Selen und Phosphor.
Köhler – Pollachius virens

Hering (Clupea harengus)

Das Silber des Meeres – seit über tausend Jahren ein Grundpfeiler der norwegischen Esskultur und der beste Köder, den man im Boot haben kann.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Schlanker, silbrig glänzender Körper mit dunklerem Rücken und großen, locker sitzenden Schuppen. Keine Seitenlinie. Große Augen, angepasst an das Leben in Schwärmen im freien Wasser. Weicher und flexibler Körper.
  • Größe: Meist 20–35 cm und unter 500 g. Kann 45 cm erreichen. Norwegischer Rekord: 720 g.
  • Verhalten: Pelagischer Schwarmfisch – lebt in großen, dichten Schwärmen in den freien Wassermassen von der Oberfläche bis in größere Tiefen. Wandert weite Strecken zwischen Laich-, Nahrungs- und Überwinterungsgebieten. Ernährt sich von Zooplankton und kleinen Krebstieren.

Verbreitung

  • Lebensraum: Nördlicher Atlantik – Nordsee, Norwegische See und Barentssee. In Norwegen kommen sowohl Küstenhering als auch der große norwegische Frühjahrslaicher-Bestand vor.
  • Im Trondheimsfjord: Der Trondheimsfjord-Hering bildet eine eigene Population mit einem eigenen Mindestmaß – ein Zeichen für die besondere biologische Eigenart des Fjords. Hering ist während eines großen Teils des Jahres im Fjord präsent, mit den größten Konzentrationen im Winter und Frühjahr.
  • Laichen: Küstenhering laicht entlang der Küste. Der norwegische Frühjahrslaicher laicht von Februar bis März auf Bänken westlich von Norwegen.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Fettreiches, aromatisches Fleisch mit typischem Heringsgeschmack. Einer der traditionsreichsten Speisefische Norwegens – seit Jahrtausenden entlang der Küste gegessen.
  • Zubereitung: Eingelegter Hering, Matjes, geräucherter Hering, frischer gegrillter Hering oder im Ganzen gebraten. Bestandteil von Weihnachts- und Ostertraditionen. Konservenprodukte werden teilweise ebenfalls aus Hering hergestellt.
  • Nährwert: Sehr reich an Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und B12. Einer der nährstoffreichsten Fische in norwegischen Gewässern.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß – Trondheimsfjord: 23 cm (§ 47, Nr. 21c – Sonderregel für den Trondheimsfjord-Hering). Die allgemeine Regel nördlich von 62°N beträgt 25 cm.
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine.
  • Bestandsschutz: Internationale Quoten und die Überwachung durch ICES regulieren die großen kommerziellen Bestände. Hering gehört historisch zu den wichtigsten Fischressourcen Norwegens – die Bestände haben starke Schwankungen erlebt und werden genau überwacht.

So fängt man Hering

  • Beste Saison: Winter und Frühjahr sind Hauptsaison, wenn große Schwärme in Küstennähe und in die Fjorde ziehen. Hering wird aber auch im Sommer und Herbst gefangen.
  • Technik: Ein Heringspaternoster – eine Reihe kleiner Haken an einem Vorfach – ist die effektivste und traditionellste Methode. Bis zur Tiefe ablassen, auf der das Echolot den Schwarm zeigt, und langsam einholen. Nicht zu kräftig ziehen – Hering hat ein weiches Maul und schlitzt bei zu schnellem Einholen leicht aus.
  • Standortsuche: Das Echolot aktiv nutzen – große Heringsansammlungen zeigen sich deutlich als dichte Echos in der mittleren Wassersäule. Ohne Echolot: Gezeitenrinnen und tiefere Kanten absuchen, an denen sich Schwärme häufig sammeln.
  • Als Köder: Frischer Hering ist der beste Köder für Heilbutt, Leng, Seeteufel und Dorsch. Gleich zu Beginn der Angeltour einen Vorrat fangen – der restliche Angeltag wird dadurch meist erfolgreicher.

In der Küche

  • Frischer Hering: Ausnehmen und im Ganzen mit Butter, Salz und Pfeffer braten – frisch gebratener Hering ist ein echter norwegischer Klassiker, den heute nur noch wenige zubereiten. Absolut empfehlenswert.
  • Tradition: Eingelegter Hering mit roten Zwiebeln und Sauerrahm auf Roggenbrot. Matjes mit Apfel und Zwiebel. Geräucherter Hering auf Knäckebrot. Hering verkörpert die gesamte norwegische Küste in einem einzigen Fisch.
  • Nährwert: Sehr reich an Omega-3, Vitamin D und B12. Ca. 17 g Protein pro 100 g. Von Gesundheitsbehörden 2–3 Mal pro Woche empfohlen.
Hering – Clupea harengus

Meerforelle (Salmo trutta)

Die anadrome Bachforelle – Fluss und Fjord in ein und demselben Fisch, und eine der beliebtesten Arten norwegischer Sportangler.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Silberheller Körper mit dunklen und roten Punkten im Meer – ähnelt dem Lachs, hat aber mehr Punkte oberhalb und unterhalb der Seitenlinie, eine kräftigere Körperform und einen dickeren Schwanzstiel. Während der Laichzeit wird sie bräunlicher und zeigt ein ausgeprägteres Punktmuster.
  • Größe: Meist 0,5–4 kg. Kann in einigen Flüssen und Fjorden über 10 kg erreichen.
  • Verhalten: Laicht im Süßwasser, wächst im Fluss auf, wandert nach 1–3 Jahren ins Meer und frisst in nahegelegenen Fjord- und Küstenbereichen. Kann während ihres Lebens mehrfach zwischen Meer und Fluss wechseln. Frisst Kleinfische, Krebstiere und Insekten.

Verbreitung

  • Lebensraum: Entlang der gesamten norwegischen Küste – höchste Dichte von Rogaland bis Troms. Verbunden mit Flüssen mit guten Laichplätzen sowie geschützten Fjord- und Küstenbereichen zur Nahrungssuche.
  • Im Trondheimsfjord: Meerforelle kommt im und um den Trondheimsfjord vor, der Bestand wird von TOFA jedoch als kritisch gefährdet eingestuft. Der Zustand der Art im Fjord erfordert besondere Rücksichtnahme von allen Anglern.
  • Zugehörige Flüsse: Gaula, Orkla, Stjørdalselva und Verdalselva gehören zu den Flüssen, die Meerforelle in den Trondheimsfjord bringen.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Rosa bis rötliches Fleisch mit mildem, feinem Geschmack und guter Textur. Wild gefangene Meerforelle gilt als Delikatesse – fester und aromatischer als Zuchtlachs.
  • Zubereitung: Hervorragend gegrillt, im Ofen gegart oder geräuchert. Benötigt wenig Zubereitung – das Rohprodukt ist mit Butter, Zitrone und Dill gut genug für sich allein.
  • Nährwert: Reich an Omega-3, Vitamin D und B12. Hoher Proteingehalt.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: 35 cm (gilt für Lachs und Meerforelle im Meer).
  • Schonzeit – Trøndelag: Meerforelle und Lachs sind im Meer in ganz Trøndelag vom 1. März bis 31. Mai geschützt. Angeln ist in diesem Zeitraum nicht erlaubt.
  • 100-Meter-Regel: Angeln ist innerhalb von 100 Metern einer Flussmündung verboten. Während der Meeresschonzeit (1. März–31. Mai) ist Angeln in der 100-Meter-Zone ebenfalls nicht erlaubt.
  • Catch and Release – Trondheimsfjord: TOFA empfiehlt, alle Meerforellen, die im inneren Trondheimsfjord gefangen werden (ab Orkanger und weiter nach innen), ganzjährig zurückzusetzen – unabhängig von der Schonzeit. Der Bestand ist kritisch gefährdet und verdient diese Rücksicht.
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen im Meer nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine. Flussangeln erfordert einen Angelschein und ist nicht in der Bootsvermietung enthalten.

So fängt man Meerforelle

  • Beste Saison: Juni bis Februar (außerhalb der Schonzeit). Herbst und früher Winter sind in den Fjorden besonders gut, wenn der Fisch vor dem Winter aktiv frisst.
  • Standort: Übergänge von flachem zu tiefem Wasser, Schären, kleine Inseln und Gezeitenrinnen. Meerforelle hält sich gern in der Nähe von Flussmündungen auf – aber an die 100-Meter-Regel denken.
  • Technik: Spinner und Wobbler entlang von Übergangszonen werfen bringt die besten Ergebnisse. Langsamer fischen, als man glaubt – Meerforelle prüft ihre Beute genau. Schleppangeln von einem langsam fahrenden Boot entlang der Uferlinie ist effektiv. Fliegenfischen mit sinkender Schnur funktioniert im Fjord gut.
  • Tipp: Polarisierte Brille verwenden und das Gebiet von einem erhöhten Punkt aus beobachten, bevor du zu angeln beginnst. Die gesamte Wassersäule befischen – Meerforelle kann je nach Jahreszeit und Tageszeit sowohl flach als auch tiefer stehen.

In der Küche

  • Filetieren: Leicht zu filetieren. Das Fleisch ist fest und rosa – es löst sich sauber von den Gräten.
  • Klassisches Gericht: Meerforellenfilet auf der Haut gegrillt mit gebräunter Butter, Zitrone und frischem Dill. Oder im Ganzen bei niedriger Hitze im Ofen gegart. Geräucherte Meerforelle ist eine Delikatesse, die gutes Brot und Sauerrahm verdient.
  • Nährwert: Reich an Omega-3, Vitamin D und B12. Ca. 20 g Protein pro 100 g.
Meerforelle – Salmo trutta

Atlantischer Seewolf (Anarhichas lupus)

Auch als Seewolf bekannt – einer der markantesten Bodenfische des Fjords, mit Kiefern, die Krabben zerquetschen, und Fleisch, das jeden überrascht, der es probiert.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Langer, aalähnlicher Körper mit breitem, kräftigem Kopf und dicken, abgerundeten Zähnen – spezialisiert auf das Zerquetschen von Krabben, Seeigeln, Muscheln und Schnecken. Lange Rückenflosse fast über den gesamten Rücken. Graublau bis braun mit dunklen Bändern. Schwimmt langsam von Seite zu Seite.
  • Größe: Meist 3–10 kg. Kann 125 cm erreichen und über 20 kg wiegen.
  • Verhalten: Sehr standorttreuer Bodenfisch – bleibt sein ganzes Leben im selben Gebiet. Bevorzugt felsigen Grund mit Tangwald und Verstecken, von 20 bis über 500 Metern Tiefe. Geschlechtsreif mit ca. 6 Jahren. Die Laichzeit liegt zwischen November und Februar in 40–200 Metern Tiefe – das Männchen bewacht die Eier.

Verbreitung

  • Lebensraum: Nördlicher Atlantik – von Neuengland und Grönland im Westen bis zur Barentssee im Osten. Entlang der gesamten norwegischen Küste verbreitet, mit stärkstem Vorkommen ab Trøndelag nordwärts.
  • Im Trondheimsfjord: Seewolf ist als dauerhaft vorkommende Art im Trondheimsfjord registriert. Die tiefen Bereiche mit felsigem Grund und reicher Bodenfauna bieten guten Lebensraum.
  • Ökologische Rolle: Seewolf hält Seeigelpopulationen in Schach – und schützt dadurch den Tangwald. Eine Art, die für das Fjordökosystem wichtiger ist, als die meisten Menschen erkennen.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Festes, weißes Fleisch mit mildem und feinem Geschmack. Behält beim Braten und in Eintöpfen perfekt seine Form – zerfällt nicht so leicht wie Dorsch. Früher als minderwertiger Fisch betrachtet, heute bei Köchen und Hobbyköchen gleichermaßen gefragt.
  • Zubereitung: Hervorragend in gebräunter Butter mit Thymian gebraten, im Ofen gegart, im Wok oder im Eintopf. Verträgt kräftige Aromen gut – Knoblauch, Chili und Zitrusfrüchte sind klassische Partner.
  • Nährwert: Magerer Weißfisch mit hohem Proteingehalt. Reich an B-Vitaminen, Selen und Phosphor.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: In Norwegen gibt es kein Mindestmaß für Seewolf. Nachhaltige Praxis wird empfohlen – setze zurück, was du nicht brauchst.
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine.
  • Bestandsschutz: Standorttreue Art mit langsamer Geschlechtsreife – anfällig für lokalen Fischereidruck. Der Bestand wird überwacht. Drei norwegische Arten: Gefleckter Seewolf (am häufigsten), Atlantischer Seewolf und Nördlicher Seewolf.

So fängt man Seewolf

  • Beste Saison: Ganzjährig. Beste Verfügbarkeit außerhalb der Laichzeit (November–Februar) – vermeide es, laichende Paare in dieser Zeit am Grund zu stören.
  • Tiefe: 20–200 Meter ist der Kernbereich. Das Echolot nutzen, um felsigen Boden und harten Untergrund zu finden – Seewolf hält sich an Felsgrund mit Tangwald und Verstecken.
  • Technik: Naturköder am Grund ist am effektivsten – große Stücke Makrele, Hering oder Krabbenfleisch. Seewolf beißt entschlossen und zieht den Köder langsam ein. Ein Boom-Rig mit direkt am Grund angebotenem Köder funktioniert gut. Wird oft als Beifang beim Grundangeln auf Heilbutt und Leng gefangen.
  • Warnung: Seewolfkiefer sind extrem kräftig – Finger nicht in die Nähe des Mauls bringen, egal ob der Fisch lebt oder frisch tot ist. Zum Lösen des Hakens eine Zange verwenden.

In der Küche

  • Ausnehmen und Filetieren: Die Haut ist zäh und sollte entfernt werden – am einfachsten mit einem scharfen Messer vom Schwanz in Richtung Kopf. Das Fleisch ist fest und weiß und löst sich sauber von den Gräten.
  • Klassisches Gericht: Seewolffilet in Butter mit Knoblauch und Thymian gebraten – einfach und sehr gut. Oder im Ofen mit Tomaten und Kapern gegart. Funktioniert auch gut in Fischsuppe, wo das Fleisch seine Form behält.
  • Nährwert: Proteinreich, fettarm. Gute Quelle für B12, Selen und Phosphor.
Atlantischer Seewolf – Anarhichas lupus

Atlantischer Kabeljau (Gadus morhua)

Norwegens Nationalfisch – eine ganzjährig vorkommende Art, ein opportunistischer Räuber und leicht zu fangen. Der Fisch, der eine Nation aufgebaut hat.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Kräftiger Körper mit drei Rückenflossen und zwei Afterflossen. Kinnbartel – ein zuverlässiges Erkennungsmerkmal. Die Farbe reicht von olivgrün und braun bis rötlich mit marmoriertem Muster und hellem Bauch. Deutliche Seitenlinie.
  • Größe: Meist 40–100 cm. Kann 180 cm erreichen und über 50 kg wiegen. Wird bis zu 40 Jahre alt.
  • Verhalten: Opportunistischer Räuber – frisst fast alles. Lebt sowohl pelagisch als auch bodennah, von der Uferzone bis in mehrere hundert Meter Tiefe. Küstenkabeljau ist standorttreu und bleibt in den Fjorden. Skrei wandert von der Barentssee zu den Laichgebieten vor Lofoten in Januar–März.

Verbreitung

  • Lebensraum: Der gesamte nördliche Atlantik, von Nordamerika bis zur Barentssee. Entlang der gesamten norwegischen Küste von Skagerrak bis Finnmark.
  • Im Trondheimsfjord: Kabeljau gehört zu den häufigsten Arten im Trondheimsfjord und entlang der Küste Trøndelags. Küstenkabeljau ist ganzjährig im Fjord vorhanden – im Winter zieht er bis dicht ans Ufer.
  • Saisonales Muster: Im Winter küstennah und flach während der Laichzeit (Januar–März). Im Frühling und Herbst entlang von Übergangszonen zwischen äußeren und inneren Gewässern. Im Sommer typischerweise tiefer und weiter verteilt.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Weißes, blättriges Fleisch mit mildem und klarem Geschmack – der Referenzfisch, mit dem alles andere verglichen wird. Frischer Kabeljau ist eine der einfachsten und feinsten Rohwaren der norwegischen Küche.
  • Zubereitung: Gebraten, gedämpft, pochiert oder im Ofen gegart. Grundlage für Bacalao, Stockfisch, Lutefisk, Fischfrikadellen und Fischbällchen. Den Fisch direkt nach dem Fang ausbluten lassen, um die beste Qualität zu erhalten.
  • Nährwert: Sehr magerer Weißfisch. Ca. 18 g Protein pro 100 g. Reich an B12, Selen, Jod und Phosphor.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß – Trondheimsfjord: Innerhalb von 4 Seemeilen von der Basislinie: 55 cm (§ 47, Nr. 31a-ii). Dies gilt für den Trondheimsfjord und die Küstengewässer um Vanvikan. Außerhalb von 4 Seemeilen: 44 cm.
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine.
  • Bestandsschutz: Küstenkabeljaubestände unterscheiden sich regional und werden genau überwacht. Der Skrei-Bestand der Barentssee ist groß und MSC-zertifiziert. Untermaßige Fische vorsichtig zurücksetzen.

So fängt man Kabeljau

  • Beste Saison: Ganzjährig. Im Winter küstennah und flach. Frühling und Herbst entlang von Kanten und Übergangszonen. Im Sommer meist tiefer – dem Echolot folgen.
  • Tiefe: Von der Uferlinie bis 100 Meter – kommt in allen Tiefen vor. Das Echolot aktiv nutzen, um Schwärme und Bodenstruktur zu finden.
  • Technik: Pilker mit Beifängern vom Boot ist die klassische Methode – norwegische Angeltradition in einer einzigen Bewegung. Gummiwürmer und Gummijigs in Weiß, Silber und Grün funktionieren sehr gut. Naturköder (Garnelen, Hering, Makrele) bringen zuverlässige Ergebnisse. Kabeljau nutzt Seitenlinie, Geruch und Gehör – Bewegung und Tiefe variieren.
  • Tipp: Kabeljau sofort ausbluten lassen – Kehle durchtrennen und den Fisch einige Sekunden ins Wasser halten. Richtig gemacht, verbessert sich die Fleischqualität deutlich.

In der Küche

  • Ausnehmen: Sofort ausbluten lassen, ausnehmen und schnell kühlen. Frischer Kabeljau hält sich einige Tage im Kühlschrank – für beste Qualität innerhalb von 2–3 Tagen verwenden.
  • Klassisches Gericht: Pochierter Kabeljau mit Kartoffeln, Karotten und zerlassener Butter – das einfachste und vielleicht norwegischste Abendessen. Oder gebratenes Kabeljaufilet mit Speck und Erbsenpüree. Bacalao für alle, die mehr Charakter möchten.
  • Nährwert: Einer der magersten und proteinreichsten Fische. Sehr fettarm. Von Gesundheitsbehörden 2–3 Mal pro Woche empfohlen.
Atlantischer Kabeljau – Gadus morhua

Rotbarsch (Sebastes norvegicus)

Auch als Goldbarsch bekannt – einer der ältesten und markantesten Tiefwasserfische des Nordatlantiks, mit Fleisch, das durch Geschmack und Farbe überrascht.

Merkmale und Biologie

  • Aussehen: Hochrückiger Körper mit großen Augen und großem Maul – Anpassungen an das Leben in lichtarmen Tiefen. Leuchtend rot bis orange-rot gefärbt. Stachelige Rückenflosse. Zähe und grobe Haut.
  • Größe: Meist 30–60 cm. Kann 1 Meter erreichen und über 15 kg wiegen. Wird über 60 Jahre alt – einer der ältesten Fische in norwegischen Gewässern.
  • Verhalten: Lebt in 100–500 Metern Tiefe am Kontinentalschelf und in tiefen Fjorden. Wächst sehr langsam und erreicht die Geschlechtsreife spät. Einzigartige Fortpflanzung: bringt im April–Mai lebende Larven (4–6 mm) zur Welt – legt also nicht wie die meisten anderen Fische Eier.

Verbreitung

  • Lebensraum: Nördlicher Atlantik von der Biskaya bis zur Barentssee und nach Spitzbergen. In Norwegen häufig in tiefen Fjorden und vor dem Kontinentalschelf, besonders in Mittel- und Nordnorwegen.
  • Im Trondheimsfjord: Rotbarsch ist als dauerhaft vorkommende Art im Trondheimsfjord registriert. Die tiefen Bereiche des Fjords – bis zu 600 Meter – bieten guten Lebensraum. Laichgebiete: Haltenbanken und Vesterålen.
  • Norwegische Arten: Drei norwegische Arten – Rotbarsch / Goldbarsch (Sebastes norvegicus, am häufigsten), Schnabelbarsch und Kleiner Rotbarsch. Hier wird der Goldbarsch beschrieben, der auch an norwegischen Fischtheken verkauft wird.

Kulinarischer Wert

  • Geschmack und Textur: Festes, rosa bis rötliches Fleisch mit mildem und leicht süßlichem Geschmack. Heller als Lachs, fester als Dorsch. Die rote Farbe macht ihn auffällig – und der Geschmack hält, was sie verspricht.
  • Zubereitung: Hervorragend gebraten, im Ofen gegart oder in Fischsuppe. Verträgt einfache Würzung gut – Butter, Zitrone und Kräuter. Funktioniert auch im Wok und in kräftigen Eintöpfen.
  • Nährwert: Magerer bis halbfetter Weißfisch, reich an Protein, Omega-3, Vitamin D und Selen.

Regeln und Schutz

  • Mindestmaß: Innerhalb von 12 Seemeilen: 32 cm (§ 47, Nr. 32b) – dies gilt für den Trondheimsfjord. Außerhalb von 12 Seemeilen: 30 cm.
  • Fanggerät für Touristen: Ausländische Gäste dürfen nur mit handgeführtem Fanggerät angeln – Angelrute oder Handleine.
  • Bestandsschutz: Extrem empfindliche Art aufgrund des sehr langsamen Wachstums und der späten Geschlechtsreife. Der Bestand wurde stark befischt und steht unter strenger Bewirtschaftung mit Quoten und zeitweisen Fangschließungen. ICES empfiehlt weiterhin eine restriktive Bewirtschaftung. Setze zurück, was du nicht brauchst.

So fängt man Rotbarsch

  • Beste Saison: Ganzjährig im tiefen Wasser. Die Erreichbarkeit vom Boot hängt vom Wetter und davon ab, ob tiefere Bereiche sicher erreicht werden können – 100–500 Meter ist der Kernbereich.
  • Tiefe: 100–500 Meter. Das Echolot nutzen, um Bodenstrukturen in der richtigen Tiefe zu finden. Rotbarsch sammelt sich häufig an Kanten und Bänken, wo der Grund Schutz und Beute bietet.
  • Technik: Pilker oder Naturköder (Makrele, Hering) am Grund vom verankerten Boot. Rotbarsch leistet für seine Größe guten Widerstand und ist den Aufwand wert. Wird auch als Beifang beim Tiefwasserangeln auf Leng und Heilbutt gefangen.
  • Tipp: Die Stacheln der Rückenflosse sind scharf – den Fisch vorsichtig behandeln und beim Lösen des Hakens eine Zange verwenden. Für beste Fleischqualität sofort ausbluten lassen.

In der Küche

  • Ausnehmen und Filetieren: Die Haut ist zäh und sollte entfernt werden. Das Fleisch ist fest und rosa – es löst sich sauber von den Gräten. Die Stacheln der Rückenflosse sind scharf, also vorsichtig arbeiten.
  • Klassisches Gericht: Rotbarschfilet in Butter mit Knoblauch und Thymian gebraten. Oder im Ofen mit Gemüse und Weißwein gegart. Rotbarsch-Suppe mit Fenchel und Sahne ist ein norwegisches Gericht, das mehr Aufmerksamkeit verdient.
  • Nährwert: Reich an Protein, Omega-3, Vitamin D und Selen. Gute Quelle für B12 und Phosphor.
Rotbarsch – Sebastes norvegicus